| Die Lösung Zellen lassen sich mit verschiedenen, teilweise recht energieaufwendigen Verfahren aufschließen. Unser Verfahren benötigt im wesentlichen die meist kostenlos zur Verfügung stehende Abwärme zum Beispiel aus Blockheizkraftwerken. Bei ca. 60 bis 70 °C wird der Schlamm unter Zugabe einer geringen Laugenmenge innerhalb von etwa zwei Stunden drucklos aufschlossen. Durch die dabei freiwerdenden organischen Säuren neutralisiert sich die Lauge. Die im Schlamm enthaltene Wärme kann in der anschließenden Faulung noch einmal genutzt werden. Somit ist im Prinzip nicht einmal zusätzliche Wärmeenergie erforderlich. |
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| Auswirkungen des
Verfahrens Bei einem thermisch-chemischen Zellaufschluss ist nicht zu erwarten, dass Mikroorganismen in ihrer mechanischen Struktur wesentlich verändert werden. Die folgenden Bilder zeigen Proben mit einer Neisser-Einfärbung. Dabei werden die in den Zellen enthaltenen Phosphorgranula dunkel hervorgehoben. Deutlich ist im zweiten Bild zu erkennen, dass innerhalb der Zellen kaum noch Phosphorgranula enthalten sind. Die Zellen sind aufgeschlossen, die intrazellulären Substanzen sind frei verfügbar. |
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| Betriebsergebnisse an
Zellaufschluss-Anlagen
Beim Verfahren
zum thermisch-chemischen Zellaufschluss
(Pat. DE 103 47 476) werden die Zellmembranen des
Überschussschlamms durch
Lauge und Wärme geschädigt. Die eingesetzte Wärmemenge
wird anschließend zum
Beheizen der Faulung wieder verwandt. Somit entstehen nur geringe
Betriebskosten. |
![]() Anlage zum
thermisch-chemischen Zellaufschluss
auf der Kläranlage Gifhorn
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CSB-Aufschlussgrade Der CSB-Aufschlussgrad wurde in
Abhängigkeit der
Aufschlusstemperatur und der Laugenmenge gemäß
nebenstehendem Diagramm ermittel. Die
Proben im Bereich 10
bis 15 °C sind Zulaufproben nach erfolgter
Einmischung der Lauge ohne den Einfluss der Reaktortemperatur. Zum
Vergleich zu
den mit der Anlage erreichten Werten ist rot markiert der
Referenzaufschluss |
pH-Werte im Anlagenablauf Der Ablauf des thermisch-chemischen Zellaufschlusses bewegt sich im neutralen, sogar leicht saurem Bereich. Die beim Aufschluss frei werdenden organischen Säuren neutralisieren den pH-Wert. Bei einer Dosierung von 0,06 mol/l sind zwar die höchsten CSB-Aufschlussgrade erreichbar, aber der Ablauf deutet auch auf eine Laugen-Überdosierung hin. |
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Steigerung der Gasproduktion Die Steigerung der Gasproduktion ist ein wesentliches Merkmal für die Effizienz der Anlagen. Auf der Kläranlage Ratekau war nach Inbetriebnahme der Anlage auch über einen längeren Zeitraum eine Steigerung der Gasproduktion um über 30 % im Verhältnis zu den Vorjahren feststellbar. Diese Ergebnisse konnte auch schon vorher auf der Anlage in Gifhorn festgestellt werden, nur wurden dort nach der Inbetriebnahme weitere Änderungen an der Kläranlage vorgenommen, sodass nach kurzer Zeit die Kausalität für die weiterhin erhöhte Gasproduktion nicht mehr ganz eindeutig gegeben war. |
| Wirtschaftlichkeit der
Anlagen Die Planungsgemeinschaft für Ingenieure, Hannover (PfI Hannover) hat im Rahmen einer Studie unterschiedliche Verfahren zur Desintegration untersucht und bewertet. Mit freundlicher Genehmigung der PfI Hannover dürfen wir den Vergleich der Verfahren verwenden. Danach ist der thermisch-chemische Zellaufschluss TCD das einzige Verfahren, das deutlich wirtschaftlich mit einer positiven Energiebilanz arbeitet. |
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Gern senden wir Ihnen auf Wunsch einen ausführlicheren Bericht über die Anlage und die Versuche zum themisch-chemischen Zellaufschluss in Gifhorn zu. Dafür erbitten wir von Ihnen Ihre postalischen Daten per Email. |
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Versuchsanlage auf der Kläranlage
Waßmannsdorf bei den Berliner Wasserbetrieben Bei dem Verfahren werden leicht Aufschlussgrade ACSB von deutlich über 40 % erreicht. Dieser Wert liegt weit über den üblichen Werten zwischen 20 und 30 %. Dabei wird mit einer elektrischen Leistung von ca. 1,3 bis 1,7 kWh/m³Schlamm nur ein Bruchteil der bei anderen Verfahren erforderlichen elektrischen Energie benötigt. Die eingesetzte Wärmeenergie von etwa 50 kW/m³Schlamm wird in der nachfolgenden Faulung noch einmal verwendet und trägt bei dem Verfahren zum thermisch-chemischen Zellaufschluss nicht zu erhöhten Betriebskosten bei. |
| Technische Daten für Anlagen zum thermisch-chemischen Zellaufschluss Aufschlussgrad ACSB Energiebedarf elektrisch Wärmebedarf ohne Wiederverwertung Wärmebedarf mit Wiederverwertung Schlammdurchsätze |
40 bis 60 % ca.1,5 kWh/m³Schlamm ca. 50 kWh/m³Schlamm nur Abstrahlungsverluste ab ca. 1 m³/h |
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