| Die Lösung Die Brüden einer Trocknungsanlage beinhalten den größten Teil der eingesetzten Energie. Durch Abkühlung der Brüden wird der Wasserdampf kondensiert und die Kondensationswärme freigesetzt. Für die Nutzung dieser Wärmeenergie gibt es zwei Möglichkeiten: ° Erzeugen von Warm-/Heizwasser, womit meist der Bedarf beispielsweise für die Faulung, den thermisch-chemischen Zellaufschluss und die Betriebsgebäude gedeckt werden kann oder ° Erwärmung des Schlamms vor der Entwässerung, z.B. in einer Zentrifuge, wodurch ein höherer Entwässerungsgrad erreicht, der Flockmittelbedarf gesenkt und der Wärmebedarf der Trocknung verringert wird. Ungeeignet für Schlammtrocknungsanlagen sind indirekt gekühlte Kondensatoren wie z.B. Rohrbündelapparate, da die Brüden aus dem Schlamm meist Fette, Öle und Staub enthalten, die zu Belägen führen. Häufige Reinigungen sind dann erforderlich. Bewährt haben sich dagegen Mischkondensatoren, bei denen die Brüden in direkten Kontakt mit dem Kühlmittel gebracht werden. Geeignete Kühlmittel sind das rückgekühlte Kondensat selbst oder beispielsweise Betriebswässer, sofern sie arm an Härtebildnern sind. |
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| In der zweiten Kondensationsstufe werden die Restbrüden in der Regel auf 30 bis 40 °C abgekühlt. Überschüssiges Kondensat fließt zur Kläranlage. Die Abluft, die den zweiten Kondensator verläßt, besteht dann neben nicht kondensierbaren Gasen nur noch aus einem sehr kleinen Anteil Wasserdampf. Diese Abluft wird zur vollständigen Desodorierung in den Feuerraum des Kessels, in die Belebung oder mit anderen Abluftströmen zur Reinigung in einen Biofilter geleitet. |
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| Abhängig
von dem Inertgasanteil, meistens Luft, und von der gewünschten
Kondensattemperatur kann aus den Brüden ein Großteil
der Wärmeenergie in der Brüdenkondensation wieder
zurückgewonnen werden. Dabei sind niedrige Luftanteile und geringe
Kondensattemperaturen von Vorteil. Niedrige Luftanteile lassen sich
meist in Kontakttrocknungsanlagen, z.B. Dünnschichttrockner und
Lineartrockner realisieren. Die Kondensattemperatur ist abhängig
von der erforderlichen Heizwassertemperatur. |
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| Dreistufige
Brüdenkondensation: Heizwärme, Schlammvorwärmung und
Restwärme auf einer Großkläranlage |
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